Die Hauptunterschiede zwischen XLR- und PIP-Mikrofonen liegen in der Stromversorgung, dem Kabel und dem Stecker. XLR-Mikrofone verfügen über einen abgesicherten Stecker. Dieser verhindert, dass sich das Mikrofon vom Aufnahmegerät löst. Zudem ist die Kabelverbindung symmetrisch, d. h. das Kabel verursacht keine zusätzlichen Störungen. Dies ist besonders wichtig bei Kabeln mit einer Länge von über etwa 10 Metern. PIP-Mikrofone haben oft ein dünneres und kürzeres Kabel. Darüber hinaus besitzen PIP-Mikrofone einen TRS-Anschluss. Die Signalübertragung ist nicht symmetrisch, und die längeren Kabel können daher zusätzliche Störungen verursachen.
Beide Mikrofontypen benötigen Strom. Dieser wird vom Aufnahmegerät bereitgestellt. Bei XLR-Mikrofonen spricht man von Phantomspeisung, bei PIP-Mikrofonen von Plug-in-Spannung. Diese Stromversorgungsoption muss am Aufnahmegerät aktiviert werden. Dies kann über eine Taste oder eine Menüoption erfolgen.
XLR-Mikrofone werden häufig in professionellen Außenaufnahmen eingesetzt und eignen sich für Aufnahmegeräte mit XLR-Eingängen. PIP-Mikrofone (Plug-In Power) sind für Geräte konzipiert, die über die Mikrofonbuchse mit Strom versorgt werden.
Welches Mikrofon mit Ihrem Audiorecorder kompatibel ist, hängt vom Anschluss, der Stromversorgung und der gewünschten Aufnahmeart ab. Viele Field-Recorder arbeiten mit XLR-Mikrofonen, während Kompaktrecorder unter Umständen auch für PIP-Mikrofone geeignet sind. Prüfen Sie daher zunächst, welchen Mikrofonanschluss und welche Stromversorgung Ihr Recorder unterstützt.