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    Die Orchideen Europas, Nordafrikas und Vorderasiens (5-Volume Set)

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    Due out in November. It is the most comprehensive work on the orchids of Europe, North Africa, and the Middle East ever published.... Show more
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    Product description

    AuthorKarel (C.A.J.) Kreutz
    LanguageGerman
    ISBN
    9789083141114
    9789083141138
    9789083141145
    9789083141152
    9789083141169
    PublisherKreutz Publishers
    Size210 x 297 mm
    Pages~3.800
    FormatHardcover
    ImagesCa. 13.000 Colour images and distribution maps
    Year published  
    2026

    Die Orchideen Europas, Nordafrikas und Vorderasiens (5-Volume Set) covers all approximately 1,100 orchid taxa of Europe, North Africa, and the Middle East (extending as far east as Iran). This constitutes a natural phytogeographical region; the eastern limit of the distribution range for many European species lies within Iran and Turkmenistan.

    The volume provides a comprehensive overview of all taxa occurring in this region, based on the latest taxonomy and nomenclature. It incorporates research involving DNA, chromosomes, and other genetic and statistical analyses, as well as data on pollinators and pheromones. For each taxon, details are provided regarding morphology, the type specimen (including a scan of the holotype), basionym, synonyms, distribution (featuring a large-scale 25 km UTM grid map), phenology, and ecology, alongside information on variability and potential hybridization.

    Sample Pages

    Seit rund 50 Jahren beschäftigt sich der Autor mit den wildwachsenden Orchideen Europas, Nordafrikas und Vorderasiens. Vom Nordkap bis zu den Kanaren und Libyen, von Portugal bis nach Aserbaidschan und Iran hat er die Orchideen an ihren natürlichen Standorten aufgesucht. Er hat auf zahlreichen Reisen fast alle Arten und Varietäten dieser Pflanzenfamilie mit ihren wunderschönen und zum Teil geheimnisvollen Blüten studiert und fotografiert. Die Ergebnisse seiner Studien wurden in zahlreichen Artikeln in niederländischen, englischen und deutschen botanischen Zeitschriften, sowie in mehreren Monographien veröffentlicht.

    In den letzten Jahrzehnten wurde eine große Anzahl neuer Orchideenarten beschrieben. Inzwischen sind Orchideengebiete besser erreichbar, und die Dokumentationsmöglichkeiten haben sich immens verbessert. Dank digitaler Fotografie, Arbeitsmethoden am Computer und Internet ist es möglich geworden, Orchideen in der Wildnis, sowie mit Hilfe digitaler Abbildungen zu vergleichen. Außerdem ermöglichen neue wissenschaftliche Methoden wie zum Beispiel molekulargenetische Analysen, Duftstoffanalysen, Bestäubernachweise und multivariate statistische Analysemethoden eine vertiefte Erforschung der Artenbildung und Differenzierung.

    Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen hat der Autor ein Werk geschaffen, das erstmals einen vollständigen Überblick über die derzeit bekannten Orchideentaxa in Europa, Nordafrika und Vorderasien gibt und in dem der neueste Stand der Erforschung dieser nicht zuletzt aufgrund ihrer Bestäubungsbiologie besonders interessanten Pflanzenfamilie dargestellt wird. Alle dem Autor zur Verfügung stehenden Daten sind in dieser Arbeit zu finden und werden durch Erkenntnisse und Erfahrungen des Autors ergänzt.

    Neben vielen einleitenden Kapiteln über die Lebensräume der Orchideen, deren Schutz und Gefährdung behandelt dieses Werk die Taxonomie und Nomenklatur der gesamten Orchideenflora Europas, Nordafrikas und Vorderasiens. Jedes Taxon wird mit Angaben zum Typus (wo, wann und von wem gesammelt) präsentiert, wobei zu jeder Sippe die morphologischen Merkmale, Namensgebung, Biotop, Standort, Blütezeit, Höhen- und Gesamtverbreitung, sowie Gefährdung und Schutz beschrieben werden. Im Absatz Bemerkungen wird sehr ausführlich auf die Besonderheiten des Taxons eingegangen und werden Vergleiche mit nahe verwandten Taxa gezogen. Außerdem wird hier die taxonomische und nomenklatorische Geschichte detailliert erläutert.

    Basierend auf morphologischen und chorologischen Merkmalen, sowie den bestehenden Verwandtschaftsbeziehungen sind alle Taxa auf den neuesten taxonomischen Stand gebracht. Nahe verwandte Taxa, von wenigen Ausnahmen abgesehen, wurden nach dem neuesten Stand der Forschung als Arten definiert, sofern sie durch eine geographische, phänologische, genetische oder ökologische Barriere voneinander getrennt sind. Dabei wurden, wenn möglich, auch die Bestäuberspezifität, biometrische Analysen, Duftbukett, sowie molekulargenetische Analysen (ITS), statistische Auswertungen und die Zahl der Chromosomenpaare berücksichtigt. In diesem Werk ist auch die Nomenklatur aller Taxa aufgearbeitet, wobei alle Basionyme mit deren Synonymen und Literaturquellen publiziert wurden. Dabei stehen die in diesem Werk benutzten Namen an erster Stelle. Außerdem wird beim Namen des Taxons die Jahreszahl der Veröffentlichung angegeben.

    Im vorliegenden Werk werden keine Unterarten mehr unterschieden, da dieses taxonomische System wegen einer zunehmenden Flut von Beschreibungen neuer Arten, bei der die Artgrenzen weitgehend verschwommen sind, nicht mehr haltbar ist. Außerdem werden fast alle neuen Taxa im Artrang beschrieben. Unterarten werden kaum noch beschrieben und werden innerhalb weniger Jahren in den Artrang umkombiniert. Außerdem dürfen Unterarten nicht sympatrisch (also am gleichen Standort) nebeneinander vorkommen. Auch diese Voraussetzung ist wegen der Flut der Beschreibung neuer Arten nicht mehr haltbar und im vorliegenden Werk nicht mehr von Bedeutung. Varietäten stellen in diesem Werk Taxa dar, die sich nicht nur phänologisch von der Nominatsippe absetzen, aber sich auch in geringe morphologische Merkmalen von ihr unterscheiden. Dies trifft vor allem zu bei den Taxa von Anacamptis pyramidalis, Gymnadenia conopsea, Vermeulenia papilionacea und Platanthera bifolia. Forma werden im vorliegenden Werk nicht berücksichtigt, dies betrifft vor allem Orchideen mit abweichenden Blütenfarben.

    Aufgrund neuerer Erkenntnisse (vor allem molekulargenetischer Analysen) wird sich die Taxonomie noch mehrmals ändern. Weil Unterarten weitgehend nicht mehr berücksichtigt werden, ist damit zu rechnen, dass mehrere neue Gattungen definiert werden. So werden Dactylorhiza iberica und der Formenkreis von D. sambucina, D. romana und D. insularis sicherlich neuen Gattungen zugeordnet. Auch werden die Formenkreise von Ophrys fusca und O. lutea der neuen Gattung Pseudophrys zugeordnet werden. Vermutlich werden auch noch andere Ophrys-Gruppen (Ophrys speculum, O. holosericea, O. sphegodes, O. bertolonii usw.) neuen Gattungen zugeordnet. Munzinger & Hennecke (2014) und Hennecke & Munzinger (2014) haben dazu schon einen Ansatz gegeben. Dieser Prozess wäre dann vergleichbar mit der Aufteilung der Gattung Orchis in Anteriorchis, Herorchis, Odontorchis, Vermeulenia, Paludorchis, Androrchis und Orchis.

    Zu jedem Taxon wird in diesem Werk der Typusbeleg abgebildet, der nach jahrelanger und mitunter mühsamer Forschung als der richtige Typus bezeichnet werden kann. Von den wichtigsten Synonymen wurde ebenfalls der Typusbeleg abgebildet - falls erforderlich wurde eine Typisierung in diesem Werk vorgenommen, sodass auch in diesen Fällen die taxonomische Gliederung geklärt sein sollte.

    Dazu wurden Herbarbelege aus vielen verschiedenen Herbarien gesichtet, von Boston (GH) bis St. Petersburg (LE). Für diejenigen Arten, für die kein Typusbeleg mehr existiert oder für die mehrere Iso- beziehungsweise Syntypen vorhanden waren, wurden Lectotypisierungen vorgenommen. Anhand dieser Abbildungen konnten viele nomenklatorische und taxonomische Fehler behoben werden. Weiter wird zu jeder Sippe eine farbige Verbreitungskarte abgebildet, welche die Verbreitung der Sippe im UTM-25-km-Raster präzise darstellt. Außerdem wird der loc. typ. mit einem schwarzen Quadrat angegeben. Für jede Orchideensippe werden zahlreiche fotografische Abbildungen, möglichst aus unterschiedlichen Ländern und Regionen, sowie Bilder von Hybriden und Lebensräumen gezeigt.

    Bei diesem neuen Werk kam es den Autor darauf an, jede Orchideensippe Europas, Nordafrikas und Vorderasiens mit einer präzisen Beschreibung, qualitativ hochwertigen und aussagekräftigen Bildern, sowie Verbreitungskarten so naturgetreu wie möglich zu beschreiben. Daneben war es das besondere Anliegen, sich nach der aktuellen Nomenklatur und Systematik zu richten, welche sich wie dargestellt im Laufe der Jahre verändert hat.

    Diese Bücher sollen ein Standardwerk sein, nicht nur für Orchideenfreunde, sondern auch für Berufs- und Hobbybotaniker. Es soll ein ideales Nachschlagewerk sein, um eigene Bestimmungen zu überprüfen und über die Vielfalt der Orchideenflora zu staunen.

    Dieses Werk ist in Deutsch geschrieben. Für alle, denen die deutsche Sprache nicht geläufig ist, wurde der Typus auch auf Englisch angegeben. Ferner sind die Taxonomie und Nomenklatur, die Abbildungen, die Typusbelege, sowie die Verbreitungskarten sehr wichtige Bestandteile dieses Werkes, und in jeder Sprache verständlich.

    „Du kannst von allem wieder loskommen, von Alkohol, Drogen, Frauen, Essen, Autos, aber wenn du einmal auf Orchideen abfährst, dann bist du erledigt. Von Orchideeen kommst du nicht mehr weg … im Leben nicht“ (Kunisch in: E. Hansen 2002: Orchideenfieber, Die Geschichte einer Leidenschaft).

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